🧩Wie man ein ETF-Portfolio aufbaut: Core-Satellite und 3-Fonds-Portfolio
Wie man ein ETF-Portfolio aufbaut: Core-Satellite und 3-Fonds-Portfolio
Man kann einen guten ETF auswählen. Jetzt stellen wir ein vollständiges Portfolio zusammen — eines, das diversifiziert, kostengünstig und einfach zu pflegen ist. Wir zeigen zwei bewährte Ansätze: das einfache 3-Fonds-Portfolio und das flexiblere Core-Satellite.
★ Grundsatz: Ein gutes Portfolio ist nicht „möglichst viele ETFs". Es ist eine gut zusammengestellte Handvoll, die die Welt abdeckt, zum eigenen Risikoprofil passt und in wenigen Minuten pro Jahr gepflegt werden kann.
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Ansatz A: 3-Fonds-Portfolio (der König der Einfachheit)
Drei Bausteine decken praktisch das gesamte Spektrum ab:
| Komponente | Was sie bewirkt | Beispiel ETF-Typ |
|---|---|---|
| Globale Aktien | Wachstumsmotor | globaler Aktien-ETF (Industrieländer + Schwellenländer) |
| Inländische/US-Aktien | Ergänzung und Stabilität | ETF auf S&P 500 oder US-Gesamtmarkt |
| Anleihen | Volatilitätsdämpfer | breiter Anleihen-ETF |
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Ansatz B: Core-Satellite
Core (~70–90%) = langweilige, günstige, breite Index-ETFs. Das Rückgrat, das man nicht antastet.
Satellites (~10–30%) = kleinere, gezielte Wetten: Sektor, Faktor, Thema, Region — dort, wo man eine eigene Meinung hat.
★ Erkenntnis: Core-Satellite ermöglicht es, diszipliniert zu bleiben und dennoch Freude zu haben. Der Core trägt durch den Markt, die Satellites befriedigen den Drang, „etwas zu tun" — aber nur mit einem kleinen Teil, sodass eine schlechte Idee das gesamte Portfolio nicht zum Sinken bringt.
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Positionsgrößen und Diversifikation
- Nicht übertreiben. 3–6 ETFs reichen aus. Zwanzig ETFs überschneiden sich weitgehend (Illusion der Diversifikation).
- Versteckte Überschneidungen beachten. ETF auf S&P 500 + ETF auf „US-Tech" = große Überschneidung (Tech ist bereits im S&P enthalten). Man ist nicht so diversifiziert, wie man denkt.
- Währung und Region. Das Währungsrisiko (USD vs. CZK) und die geografische Verteilung sollten berücksichtigt werden.
Rebalancing — Pflege von Zeit zu Zeit
Im Laufe der Zeit verschiebt der Markt die Gewichtungen (Aktien wachsen, Gewicht steigt). Rebalancing = die Gewichtungen werden auf die Zielwerte zurückgeführt. Zwei Methoden:
- Zeitbasiert — einmal pro Jahr (einfach).
- Schwellenwertbasiert — wenn eine Komponente um mehr als z. B. 5 Prozentpunkte abweicht.
★ Rebalancing zwingt dazu, das psychologisch Schwierige zu tun: zu reduzieren, was gewachsen ist, und mehr von dem zu kaufen, was gefallen ist. Es ist eingebaute Disziplin nach dem Prinzip „hoch verkaufen, niedrig kaufen".
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DCA — Wie man das Portfolio befüllt
Dollar-Cost Averaging = regelmäßig derselbe Betrag (z. B. monatlich). Verteilt das Risiko eines schlechten Einstiegszeitpunkts und macht das Investieren zur Gewohnheit, nicht zum Stress. Ideal für ein langfristiges ETF-Portfolio.
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Wie QMA hilft
- Portfolio + Journal — Gewichtungen, P&L und Steuern an einem Ort verfolgen.
- Dividendenbereich — für ausschüttende ETFs und Einkommensplanung.
- Marktphase im Dashboard — hilft zu entscheiden, wie aggressiv die Satellites ausgerichtet werden sollen (mehr dazu im nächsten Artikel).
Zusammenfassung
Mit einem Core aus breiten, günstigen Index-ETFs beginnen, Anleihen entsprechend der eigenen Risikobereitschaft hinzufügen und optional einige Satellites für gezielte Wetten. 3–6 Fonds halten, auf Überschneidungen achten und einmal pro Jahr rebalancen. Einfach, günstig, wartbar — genau das, was langfristig gewinnt.
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