🔬WLDN hat eine QMA-Ertragsqualität von 90 Punkten, aber nur einen Composite von 61.1: Wo bricht die Story der Willdan Group?
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Willdan Group (WLDN): starke Fundamentaldaten, aber Bewertung und Technik bremsen den Gesamtscore
Willdan Group wirkt auf den ersten Blick wie eine klare Qualitätsstory: Die QMA-Ertragsqualität erreicht 90 Punkte, Katalysatoren und Earnings-Score 92 Punkte und der Wert nach FVS 71.1 Punkte. Dennoch liegt der gesamte Composite-Score nur bei 61.1, also B+. Das Paradoxon besteht darin, dass die operativen Daten solider aussehen als das abschließende Gesamtbild. Die Bremsfaktoren sind in den Daten recht klar erkennbar: P/E 127.6, P/S 9.62, FCF-Rendite nur 0.6 %, ein schwächerer Insider-Score von 44.1 und eine modellbasierte Abweichung vom fairen Wert von -15.5 %, wobei ein positives Vorzeichen Aufwärtspotenzial bedeutet.
Über das Unternehmen
Willdan Group, Inc. ist ein US-amerikanisches Unternehmen aus dem Sektor Industrials, konkret aus der Branche Engineering & Construction. Die Marktkapitalisierung beträgt 1.75 Mrd. USD, es handelt sich also nicht um einen riesigen Industriekonzern, sondern um ein mittelgroßes spezialisiertes Unternehmen, dessen Bewertung relativ sensibel auf Ergebnisse, Erwartungen und die Marktstimmung reagiert.
Aus geschäftlicher Sicht lässt sich Willdan als technisch-ingenieurwissenschaftliche Serviceplattform verstehen. Das Unternehmen agiert nicht wie ein klassischer Hersteller, der ein physisches Produkt in Millionenserien verkauft. Seine Logik liegt näher an einem projektbasierten Modell: Fachdienstleistungen, Engineering, Energieeffizienz, Planung und Umsetzung von Aufträgen für öffentliche und private Kunden. Vereinfacht gesagt handelt es sich um ein Unternehmen, das dabei hilft, Infrastruktur und Energielösungen zu entwerfen, zu steuern und zu optimieren.
Ein solches Modell hat zwei Seiten. Einerseits kann es von langfristigen Investitionen in Infrastruktur, Energieeinsparungen und die Modernisierung technischer Systeme profitieren. Andererseits ist ein projektbasiertes Geschäft empfindlich gegenüber dem Timing von Aufträgen, Working Capital, Margen einzelner Verträge und Zyklen öffentlicher Haushalte. Das ist auch für die Interpretation der Finanzdaten wichtig: Der freie Cashflow kann zwischen Quartalen deutlich schwanken, selbst wenn die Umsätze selbst wachsen.
Was gerade passiert
Das aktuelle Bild der Willdan Group ist gemischt, aber aus Datensicht interessant. Der letzte Kurs beträgt 87.99 USD. Über rund 30 Tage ist die Aktie um 25.1 % gestiegen, während sie über rund 90 Tage weiterhin um 6.6 % niedriger liegt. Zugleich wird sie 34.8 % unter dem 52-Wochen-Hoch gehandelt. Die jährliche Spanne der Schlusskurse liegt bei 58.41 bis 134.94 USD. Das deutet auf eine deutlich volatile Aktie hin: Kurzfristig hat sie sich erholt, aber der breitere Trend hat den Titel noch nicht zu früheren Höchstständen zurückgeführt.
Der QMA Composite-Score liegt bei 61.1 mit der Einstufung B+. Das ist kein schwaches Profil, aber der Unterschied zu einigen Teilpfeilern ist sichtbar. Der VALUE-Score FVS beträgt 71.1, SMART MONEY WHS 73, die Ertragsqualität EQS 90, der Nachrichtensentiment-Score NSS 74 und der Katalysatoren/Earnings-Score XS 92. Demgegenüber liegen das Momentum TSS bei 55.8 und die Insider-Aktivität IAS nur bei 44.1. Genau hier erklärt sich die grundlegende Spannung: Fundamentaldaten und Earnings-Signale sehen in den Daten besser aus als das gesamte zusammenfassende Profil.
Institutionelle Daten fügen eine weitere Ebene hinzu. Für das Quartal zum 2026-06-30 wurden 250 Institutionen gemeldet, was einer Veränderung von -11 entspricht. In diesen Quartalsmeldungen, die mit einer Verzögerung von ungefähr 45 Tagen veröffentlicht werden, gab es 46 neue Positionen, 55 geschlossene Positionen, 135 erhöhte und 81 reduzierte. Diese Zahlen lassen sich nicht als Information darüber lesen, was Institutionen gerade jetzt tun. Es handelt sich um einen rückblickenden Blick in regulatorische Meldungen. Dennoch zeigen sie, dass das institutionelle Bild nicht einseitig ist: Es gab viele erhöhte Positionen, zugleich sank aber die Zahl der gemeldeten Institutionen, und geschlossene Positionen waren zahlreicher als neue.
Warum das Unternehmen interessant ist — Datensicht
- Grund 1: Die Ertragsqualität ist im QMA-Modell sehr hoch
- Grund 2: Umsätze und Margen haben sich in den letzten Perioden verbessert
- Grund 3: Die Bilanz wirkt nach den gelieferten Kennzahlen nicht überlastet
- Grund 4: Smart Money und Katalysatoren sind stärker als das Momentum
Finanzkennzahlen
Der Trend über die Perioden zeigt ein Unternehmen mit steigenden Umsätzen, aber schwankendem Cashflow. In Q4 2023 erreichten die Umsätze 155.7 Mio. USD, die Nettomarge 5.2 % und der FCF 12.8 Mio. USD. In Q1 2024 fielen die Umsätze auf 122.5 Mio. USD, die Nettomarge lag bei 2.4 %, aber der FCF betrug hohe 25 Mio. USD. Das ist ein typisches Beispiel dafür, warum es bei projektbasierten Unternehmen nicht ausreicht, nur die Umsätze zu betrachten: Das Timing von Zahlungseingängen und Working Capital kann die Liquidität erheblich beeinflussen.
In Q2 2024 lagen die Umsätze bei 141 Mio. USD, die Nettomarge bei 3.3 % und der FCF bei -1.3 Mio. USD. Das ist der einzige negative FCF in der gelieferten Zeitreihe. In Q3 2024 stiegen die Umsätze auf 158.3 Mio. USD, die Nettomarge auf 4.6 % und der FCF auf 8.8 Mio. USD. Q4 2024 brachte anschließend Umsätze von 144.1 Mio. USD, eine Nettomarge von 5.3 % und FCF von 31.1 Mio. USD. Aus Liquiditätssicht war dies das stärkste Quartal im dargestellten Trend.
Das Jahr 2025 zeigt bislang ein höheres Umsatzniveau. Q1 2025 hatte Umsätze von 152.4 Mio. USD, eine Nettomarge von 3.1 % und FCF von 1 Mio. USD. Q2 2025 brachte Umsätze von 173.5 Mio. USD, eine Nettomarge von 8.9 % und FCF von 23.2 Mio. USD. Q3 2025 setzte sich mit Umsätzen von 182 Mio. USD, einer Nettomarge von 7.5 % und FCF von 9.8 Mio. USD fort.
Laienhaft gesagt: Das Unternehmen weist schrittweise ein höheres Geschäftsvolumen aus und in den letzten zwei Quartalen auch eine bessere Nettomarge als in den meisten vorherigen Perioden. Die Cash-Generierung ist jedoch ungleichmäßig. Der FCF war einmal negativ, mehrmals sehr stark und im letzten Zeitraum solide positiv. Das bedeutet nicht automatisch ein Problem, aber es bedeutet, dass man bei der Willdan Group mehrere Quartale zusammen lesen muss, nicht isoliert einen einzelnen Bericht.
Der letzte fundamentale Datensatz zeigt außerdem eine Bruttomarge von 36.9 %, eine operative Marge von 8.2 % und eine Nettomarge von 7.5 %. Die Bruttomarge zeigt, wie viel dem Unternehmen nach den direkten Kosten von Projekten und Dienstleistungen verbleibt. Die operative Marge zeigt das Ergebnis nach operativen Kosten. Die Nettomarge ist die unterste Ebene der Profitabilität nach weiteren Posten. Bei Willdan Group ist wichtig, dass alle drei Ebenen im letzten Zeitraum positiv sind.
Eine schwächere Seite der Kapitaleffizienz sind ROIC 4.5 % und ROE 4.9 %. Das sind keine Zahlen, die für sich genommen eine sehr hohe Bewertung erklären würden. Der Piotroski F-Score beträgt 4 von 9, also eher ein mittleres Signal als ein eindeutig starker fundamentaler Filter. Zugleich wird der Trend der Aktienzahl als Verwässerung angegeben, also als steigende Zahl der Aktien. Das ist für die Aktionärsökonomie wichtig, weil sich das Wachstum des Unternehmens bei einer höheren Aktienzahl auf eine größere Basis verteilt.
Bewertung im Kontext
Die Bewertung ist der zentrale Teil des Profils, der erklärt, warum der Gesamtscore nicht das Niveau der stärksten Teilpfeiler erreicht. P/E liegt bei 127.6, P/S bei 9.62 und die FCF-Rendite bei 0.6 %. Eine solche Kombination bedeutet, dass der Markt das Unternehmen mit Blick auf aktuell ausgewiesenen Gewinn, Umsätze und freien Cashflow deutlich in die Zukunft hinein bewertet.
Im Sektor Engineering & Construction reagiert die Bewertung typischerweise sensibel auf Margen, Auftragsvolumen, Projektzyklik und die Fähigkeit, buchhalterische Gewinne in Liquidität umzuwandeln. Willdan weist in den letzten Daten ein Umsatzwachstum von 15 %, eine Nettomarge von 7.5 % und positiven FCF von 9.8 Mio. USD aus. Dem steht jedoch eine FCF-Rendite von nur 0.6 % gegenüber, was zeigt, dass die Cash-Generierung im Verhältnis zur Marktkapitalisierung von 1.75 Mrd. USD bislang niedrig ist.
Wichtig ist auch die QMA-Abweichung vom modellbasierten fairen Wert von -15.5 %. In den gelieferten Daten gilt, dass eine positive Zahl modellbasiertes Aufwärtspotenzial bedeutet. Ein negativer Wert signalisiert daher, dass das Modell die Aktie bei der gegebenen Methodik nicht als günstiger gegenüber ihrem fairen Wert sieht, sondern im Gegenteil als darüber bewertet. Das ist ein direkter Gegenpol zum soliden FVS-Score von 71.1 und zur starken Ertragsqualität von 90.
Das durchschnittliche Analystenziel laut Konsens beträgt 94.83 USD, was 7.8 % über dem Kurs zum Zeitpunkt der Analyse entspräche — es handelt sich um Schätzungen Dritter, nicht um unser Ziel oder eine Empfehlung. Der Konsens umfasst 7 Analysten, und die zusammenfassende Bewertung Dritter lautet Buy, mit einer Verteilung von buy 7 und ohne Bewertungen hold, sell, strong buy oder strong sell. Diese Information beschreibt die Meinung Dritter zum Datum 2026-08-31, nicht die Schlussfolgerung von QMA.
Zentrale Risiken
- Risiko der hohen Bewertung
- Risiko von Volatilität und technischem Bild
- Risiko der Verwässerung und eines mittleren fundamentalen Scores
- Risiko des projektbasierten und zyklischen Geschäfts
Dieser Text ist ein AUTOMATISIERTES ANALYTISCHES PROFIL von QMA Brain — eine beschreibende und bildende Analyse auf Basis öffentlicher Daten und QMA-Scores; es handelt sich weder um eine Anlageempfehlung noch um eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Vergangene Wertentwicklungen garantieren keine zukünftigen Ergebnisse. Aktiendetail in QMA öffnen
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